Eintrag Nr. 10 - 31.01.2021


Sonntagabend, draußen wird es allmählich dunkel, es nieselt vor sich hin, wie den ganzen Tag eigentlich schon. Richtiges Sau-Wetter. Da bleibe ich doch gern auf der Couch, lass mich vom  Feuer im Ofen wärmen und schreibe ein paar Zeilen hier. Wird ja auch langsam mal wieder Zeit. Es fällt mir nur gerade nicht so leicht. Zum einen versucht mein Kater gerade den Laptop zu erobern, als wäre das sein Gerät und er hätte hier was zu sagen, zum anderen fehlen mir die richtigen Worte. Ich möchte locker, lässig, entspannt, zufrieden, hoffnungsvoll klingen. Doch diese Worte kommen mir momentan manchmal etwas schwer über die Lippen bzw. Finger. Und plötzlich ist die Stimmung so schwer...

Doch heute bin ich dankbar, dankbar über eure Unterstützung. Dankbar, dass ihr euch auf den Weg macht und euren Couch-Regen-Sonntag mit unsrem Kuchen versüßt oder unser neustes Lockdown-Backprojekt unterstützt. Wir waren schon am ersten Sonntag, an dem wir in desem Jahr offen hatten, so überwältigt von der Nachfrage und später auch vom Feedback. Dankbar bin ich auch für meine Mutter, die die Backtage gnadenlos mit uns durchzieht, meinen Vater, der den Part des Gassi-Gerne (Spaziergang mit unsrem Hund) ausfüllt. Dankbar für meine Schwestern und Schwiegermutter, die uns unterstützen beim Backen und Verkaufen und für unser Team, das geduldig darauf wartet, dass wir uns wieder melden und wir gemeinsam durchstarten können. Doch vorallem bin ich dankbar für meinen Mann, der immer wieder optimistisch und voller Ideen in die Zukunft blickt.

Aber wie geht es mir oder uns momentan. Wie gehen wir mit dem geschlossnen Onkel Oskar um? Meine Standardtantwort darauf ist, meistens geht es uns gut und wir machen  uns keine Sorgen, ob wir jemals wieder aufmachen können. Doch jedesmal, wenn ich freitags zum ersten Backtag ins Café gehe, bin ich richtig traurig. Traurig über die in die Ecke gestellten Stühle und Tische, traurig über die Stille im Gastraum. Es frustiert mich die leeren Kühlschränke und die wenigen Lebensmittel, die so nach und nach ihr MHD erreichen zu sehen. Es macht mir zu schaffen dieser Situation so machtlos ausgesetzt zu sein, nicht sagen zu können, nächsten Monat starten wir wieder, weil wir jetzt genug Pause hatten. Zu diesen negativen Gefühlen gesellt sich oft dann noch die Angst, wenn es wieder los geht völlig überfordert zu sein, alle Routine verloren zu haben und unsren Gästen nicht gleich gerecht zu werden. So, jetzt ist sie auch da, die schwere Stimmung in den Zeilen, deshalb beende ich jetzt schnell und genieße eine oder vielleicht auch zwei Scheiben Dinkelvollkornbrot ;) 

Eintrag Nr. 9 - 14.11.2020

Aufräumen-Putzen-Entrümpeln-Putzen........

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon nach dem letzten (ersten "freien") Wochenende schreiben. Meine Stimmung war eine Mischung zwischen leicht gefrustet, etwas ratlos, ein wenig traurig, kurz beschrieben, nicht ganz so gut. Da ich heute den ganzen Tag am Backen war, bin ich optimistischer und hoffe mein Eintrag heute wird dadurch etwas unterhaltsamer.
Aber der Reihe nach. Generell gesagt gehören Putzen, Aufräumen und ähnliche Aufgaben nicht zu meiner Leidenschaft, sie gehören halt zu den Alltagsaufgaben. Uns war auch nicht bewusst, welchen großen Part das Putzen beim Betreiben eines Cafés einnimmt. Das haben wir doch etwas unterschätzt. Ich bin mega dankbar, dass wir Familienmitglieder haben, die leidenschaftlich gern putzen und uns in diesem Punkt unterstützen. 
Warum aber war meine Laune letztes Wochenende im Keller? Tja wie soll ich sagen, es war klar, dass wir erstmal unser Café schließen müssen. Plötzlich war da ganz viel Zeit zur Verfügung. Wie füllt man diese Zeit? Richtig, mit Aufräumen-Putzen-Entrümpeln...... So entstand die To-Do-Liste für die  nächste Zeit. Priorität eins: Optimierung und Aufräumen des Café-Büros (am ersten Freitag gleich erledigt); zweitens Café Putzen, Schränke auswischen... ( am ersten Samstag erledigt); Punkt drei bis vier bis fünf: in unsrem Zuhause den Keller, die Scheune entrümplen und den Rest aufräumen. Der Schuttcontainer wurde bestellt, steht bereit und wurde diese Woche schon ziemlich gefüllt (also teilweise erledigt und dennoch kein Ende in Sicht). Vielleicht erklärt sich jetzt, wie es mir am letzten Wochenende erging. Unsre freie Zeit nutzen wir zum Aufräumen-Putzen- Entrümplen, weil uns auch  nichts besseres einfällt. Ist das nicht frustrierend? Beim letzten Lockdown hatten wir ein riesen Projekt mit Ziel vor uns, dass Café fertig zu stellen. Jede Minute wurde in das Fertigstellen gesteckt, gebastelt, designt, geschreinert, gestrichen, geplant, geträumt,.... hört sich schon spannender an oder? Und jetzt, jap richtig erkannt! Doch Kopf hängen lassen ist nicht, Ärmel hochkrempeln und loslegen.... alles muss aufgeräumt, geputzt und entrümpelt werden. Wir haben ja noch ein paar Wochenenden vor uns ;)

Eintrag Nr. 8 - 04.11.2020

Rückblick-Pause-Ausblick.... 
Wir hatten geplant Anfang November einen Cut zu machen. Einen Rückblick und Ausblick auf unsren Traum. Wie ist unser Onkel Oskar angelaufen, was müssen wir verbessern, streichen oder erneuern?!  DIe Pause hatten wir eigentlich erstmal nicht eingeplant. 
WIe geht es uns jetzt in dieser Situation? Was sind unsre Pläne? Unser Résumé? 
Ich würde gern auf die Zwangspause verzichten und hatte bis zum Ende gehofft, dass gegen einen Lock-Down entschieden wird. Als dieser dann beschlossen wurde, war ich im ersten Moment auch echt sauer. Moritz konnte das ganze etwas entspannter sehen und hat schon eine Liste, was er alles erledigen möchte. Ich befürchte dafür reichen ihm die vier Wochen eher nicht aus :) So langsam habe ich mich mit der Situation abgefunden. 
In den letzten drei Monaten habe ich es sehr genossen in unsrem Café unsre Gäste zu bedienen. Es hat uns berührt, zu sehen, dass unsre Idee ankommt, Menschen sich wohlfühlen hier bei Onkel Oskar. Ein tolles Team ist aus den fremden Menschen geworden, die wir vor drei Monaten noch waren. 

Wie sieht unser Ausblick aus? Was sind unsre Pläne? Wie geht es weiter? Aktuell befinden wir uns noch in der Pausephase und machen Urlaub zuhause. Doch die Ideen gehen uns nicht aus. Jetzt liegen vier Wochen vor uns, in denen wir Zeit haben zu optimieren, was wir schon seit ein paar Wochen in Angrif nehmen wollten. Und wenn die vier Wochen so schnell vorbeifliegen, wie die letzten drei Monate, sehen wir uns ja schon sehr bald wieder :) 
Ich freu mich darauf !!

Eintrag Nr. 7 - 14.09.2020

Hier war es jetzt lange ruhig 
und doch ist so viel passiert.

Wir haben unser Café eröffnet und uns schon durch ein paar offene Tage gekämpft. Vielen Menschen begegnet, tolle Mitarbeiter gefunden, Pläne verworfen und neue geschmiedet. Vielleicht hast du uns schon besucht und dir alles mal angeschaut, getestet , Onkel Oskar erlebt. 

Wie geht es uns in dieser neuen Situation? Haben wir eine neue Routine schon gefunden? Ist unser Traum wahr geworden?  
Es ist verrückt, anstrengend und richtig gut. Unser Traum, unser Planen, unsre Vorbereitungen sind Realität geworden und wir sind glücklich damit. Auch wenn wir Sonntagabends total fertig ins Bett fallen, war uns jede Anstrengung wert, die wir in unsre Gäste und unser Café investieren. 

Eine neue Routine, einen neuen Alltag haben wir noch nicht gefunden. Wir versuchen den Montag zu unsrem neuen Sonntag zu machen, abzuschalten und uns erholen.  Doch plötzlich ist wieder Freitag und in der Zwischenzeit sollten die frischen Lebensmittel und Getränke bestellt worden sein, sämtliche Verwaltungsaufgaben erledigt und ab und zu mal die sozialen Netzwerke, Reservierungen und weitere Anfragen bearbeitet sein. Da sind wir noch dabei zu lernen, genau wie mit Situationen , die uns schwerfallen, Kritik mit sich bringen, uns in Frage stellen, umzugehen. 

Eine Bilanz zu ziehen ist noch zu früh, was ich sagen kann, unsren Ideen sind noch keine Grenzen gesetzt und unsre Spinnereien noch nicht beendet. Unser Traum hat begonnen, seid gespannt, was uns noch so einfällt ;)

Wir arbeiten stets an verschiedenen Projekten – meistens, um für unsere Kunden das Beste zu erreichen. Von Zeit zu Zeit experimentieren wir jedoch auch an völlig neuen Konzepten und Ideen.

Eintrag Nr. 6 - 09.07.2020

Kurzes Update/Kurzer Rückblick - Es ist Sonntagabend, wir haben es uns in unsrem fremdgewordenen Wohnzimmer, das momentan nur noch sonntags besucht wird, gemütlich gemacht. Der Fernseher läuft, so bisschen berieseln lassen, die Woche ausklingen lassen, zur Ruhe kommen. Doch irgendwie ist das an diesem Sonntagabend nicht möglich. Gerade haben wir die letzten Einladungen für unser Helferfestchen (leider muss das wegen Corona sehr klein ausfallen) verschickt und dann wurde es uns bewusst. 
- WIR eröffnen sehr bald ein Café -

Nichts ist mit chillen und relaxen, Nervosität macht sich in uns breit. Wird es etwas besonderes oder scheitern wir auf ganzer Linie. Werden wir unsren oder den Vorstellungen unserer Gäste gerecht? So verbringen wir also unsren Sonntagabend in einer Mischung von Vorfreude, Aufregung, Angst oder Kopfschütteln über unsre Verrücktheit.

Dementprechend war die Nacht, gemischt aus Erholung und nervösem Grübeln oder gar Träumen. 

Doch am Montagmorgen schon, durfte ich etwas besonderes erfahren:
Ich habe also am Montag morgen unseren Hund geschnappt, damit wir noch eine schnelle Runde gehen können, bevor ich die unendlich lange Liste abarbeiten konnte, um irgendwie Ruhe in meinen Kopf zu bekommen. Und der morgendliche Gassigang muss eben sein.
So sind wir zwei hinten raus aufs Feld gestiefelt, das Wetter war perfekt, noch etwas kühl, aber ein richtiger Frühsommermorgen. Überall roch es nach Sommer, Blumen, Frieden. 
Und da war er: Der Friede, der ganz tief in meine Seele gerutscht ist, der all meine Angst und Sorgen vertrieben hat, der Friede, der mir sagt, es ist der Plan, mein Plan für euch.
Amen.

Eintrag Nr. 5 - 15.06.2020

Irgendwo zwischen Kaffeeliebhabern-Weinkennern-Bierkennern-Likörliebhabern-Lebensmittelliebhabern-genau dort stehen wir gerade. Richtig vermutet, aktuell sind wir auf der Suche nach Produkten, die wir bei Onkel Oskar anbieten möchten. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass man  weder Moritz noch mich in einer der ersten vier Kategorien einordnen könnte. Der Kaffee am Morgen muss natürlich sein und ich behaupte auch, dass ich einen guten Kaffee erschmecken kann. Doch unsre erste Begegnung mit unsrer Siebträgermaschine verlief mehr als deprimierend. Und zum Glück war kein richtiger Kaffeeliebhaber in unsrer Nähe. Wir hätten sie wieder abgeben müssen. Um diesen Zeilen hier etwas ermutigendes bei zu geben und um euch nicht komplett abzuschrecken, kann ich sagen, dass Übung ja bekanntlich den Meister macht. Oder das Kennenlernen all dieser Genussmenschen, die gern ihr Wissen teilen. So war eine Freundin meiner Schwester unsre Rettung beim Kennenlernen und Einstellen der Siebträgermaschine. Es ist so spannend zu sehen, wie Menschen für ihre Produkte eintreten, bzw dahinter stehen. Einstehen für ihr Produkt, ihre Ideen und durch Kreativität auch mal neues wagen. Anfänger, wie wir es sind, mit all ihrem Wissen unterstützen und ernst  nehmen. So sind auch wir jetzt auf der Suche nach den richtigen Produkten, hinter denen wir stehen, die zu uns und  Onkel Oskar passen. Es ist uns wichtig, die Liebhaber und Kenner hinter all den Angeboten zu kennen, um ihre Philosophie weiter geben zu können. Soweit ein kurzes Update von uns, wir probieren uns nun weiter fleißig durch Wein, Bier, Kaffee, Frischmilch und so weiter und sagen bis bald.

Eintrag Nr. 4 - 29.05.2020
Naiv oder mutig?

Ist ein Café zu eröffnen etwas naiv oder mega mutig? Diese Frage kommt in mir immer wieder auf und meine Antwort lautet mal naiv und dann mal mutig. Oder vielleicht auch beides?! Momentan stecken wir wirklich in den letzten Zügen. Der Innenausbau ist so gut wie erledigt, auch im Außenbereich fehlt nicht mehr ganz soviel. Organisatorisch ist es noch ein ganzer Batzen, aber das -"demnächst öffnen wir"- wird kommen ;)
Aber nun wieder zu der Frage vom Anfang, naiv oder mutig? Welche Gedanken beschäftigen einen, wenn man so ein Projekt startet? Als klar war, dass wir die Möglichkeit haben Onkel Oskar Realität werden zu lassen, kamen wir uns mega mutig vor, wir hatten (haben immer noch)  große Pläne, doch schon beim Bussinessplan schreiben, sind wir kläglich gescheitert. Projekt also ohne Bussinessplan gestartet - ziemlich naiv oder?  Wir haben auch versucht uns so gut wie möglich zu informieren, doch vieles haben wir einfach erstmal nicht verstanden.  So tapst man von einer Situation zur nächste, steht plötzlich in einer Sackgasse. Trifft dann zum Glück auf jemanden der einen guten Tag hat, der ohne Mühe dein Problem lösen kann, bis dann der nächste Brief mit vielen unverständlichen Worten auf dich wartet. So haben wir uns von einer Station zur nächsten durchgeschlagen, manchmal mit Erfolg, ab und an leider ohne und doch lernt  man dabei selbständig zu werden - ich würde sagen: Mut zur Naivität.
Welche Gedanken treiben mich noch so um mit dem Thema Selbständigkeit/Café? Je mehr Onkel Oskar Gestalt annimmt, desto mehr freue ich mich, dass es endlich los geht. Ich liebe es Gastgeberin zu sein, Menschen in mein Zuhause einzuladen.
Doch plötzlich überkommt mich eine Panikwelle, und tausend Gedanke machen mir Angst. Und das sind keine Gedanken, ob das Café läuft, wir Menschen finden, die mit uns arbeiten oder gar finanzielle Sorgen. Neben der Frage ob wir  den Ansprüchen der Gäste gerecht werden, das backen klappt oder unser Konzept aufgeht,  beschäftigt mich, ziemlich, ob die Bauabnahme gut verläuft. Ich habe das Einhalten der Vorgaben überwacht, habe mehrfach den Bauantrag unter die Lupe genommen, und dennoch raubt mir das am meisten Schlaf. Typisch deutsch? Typisch Jana?!
Diese Gedanken und Ängste zeigen mir immer wieder, das ich mein Bestes geben kann, doch den letzten Funken habe ich nicht in der Hand. So runde ich meinen Text mit einem Bibelvers ab. Diesen Vers haben wir zu unsrem Lebensmotto-Vers gemacht
"WIr wissen aber, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen …" Römer 8,28
Nun wünsche ich eine Gute Nacht  - auf weitere mutig-naive Projekte
Schreib mir gern dein Projekt, dass du mutig oder naiv durchstarten möchtest:
onkel-oskar@bolzhof.de



Eintrag Nr.3 - 03.05.2020 -Aufgabenverteilung auf der Baustelle

Gerade befinden wir uns auf unsrer Baustelle in einer mega spannenden Phase. Zu sehen wie aus unsren Vorstellungen Wirklichkeit wird macht richtig Spaß und wir lieben es. An dieser Stelle muss ich richtig stellen, das es hauptsächlich Moritz' Vorstellungen waren. Wie sollen die Wände aussehen, wie könnten wir die Toiletten machen, welche Farben, welcher Boden, wie harmoniert das alles zusammen? Von der Überlegung bis hin zur Durchführung stammt das Design von Moritz. Den Mut auch mal etwas Neues auszuprobieren, es nach unsrem Lebensgefühl zu gestalten. Er hat dafür das richtige Gespür. Meine Aufgaben fallen eher in den Bereich Hol-mal; Heb-mal; Bring-mal und Dedsch-mal. Darin bin ich absoluter Profi und kann auf Wunsch mein Wissen gern weitergeben.  Während unsrer Baustellenzeit erweiterten wir unsre Skills regelmäßig. Säg-mal und Bohr-mal kann ich meiner Liste hinzufügen oder über 200 Bretter streichen. Obwohl hier die meist gestellte Frage lautete, ob auch Farbe auf den Brettern oder nur auf meiner Kleidung gelandet ist. Das ist meiner zeitweisen Huddelei zu zuschreiben. Da kann es auch schonmal passieren, das 1 cm mehr abgesägt wird oder das Brett nicht ganz im Wasser ist. Was dann von meinem -auf den Millimeter genauen- Schreiner-Mann korrigiert werden muss . Es ist manchmal körperlich anstrengend, dennoch genieße ich es sehr gemeinsam mit Moritz an unsrem Traum zu arbeiten. Es tut uns gut, uns auch in dieser Situation kennen zu lernen und darin zu wachsen. 



Eintrag Nr.2 - 19.04.2020

Seit einer guten Woche könnte ihr uns hier schon besuchen und es macht uns richtig Spaß die Reaktionen zu sehen und zu erleben. Die meist gestellte Frage, die uns erreicht hat, war die, wer dieser Oskar denn nur ist. Mein erster Impuls war, das Geheimnis nicht zu lüften und Raum für Spekulation zu lassen. Da die Story dahinter aber völlig unspektakulär ist und um Enttäuschungen vorzubeugen, mach ich es kurz und schmerzlos. Einen Onkel Oskar gab/gibt es in dem Sinne nicht in unsrer Familie, man findet bestimmt einen Oskar, wenn man sich an unsren Ahnentafeln entlang hangelt. Er war auch nicht der Gründer des Bolzhofes, was die perfekte Grundlage zur Namensfindung gewesen wäre, Der Hof wurde 1974 von meinen Großeltern Siegfried und Erna Bolz gegründet. 
Warum dann also Onkel Oskar? Was hat das mit Café, dem Bolzhof, Liedolsheim, der Landschaft oder uns zu tun? Da unsre Familien die Namengebung auch nicht ganz nachvollziehen konnten, schlugen sie uns viele weitere Namen vor. Café am Bolzhof, Café Kolbi oder Café Rehblick.... 
Doch der Name stand schon lange fest. Zuerst als Arbeitstitel für unsre ersten Ideen. Nebenbei erwähnt bekam unsre Fotobox den Namen Tante Mina (https://www.tanteminaatyourparty.com) Außerdem fanden wir die Alliteration spannend, natürlich hätte man hier auch jeden anderen männlichen O-Name nehmen können, aber gut Oskar hat es uns einfach angetan. 
Die Vorstellung, dass Menschen sich bei Onkel Oskar verabreden, als wäre er Teil ihrer Familie, gefiel uns schon beim Ideenspinnen. Onkel Oskar - eigentlich nur ein Café und doch kann es auch Familie sein. 
In diesem Sinne freue ich mich sehr euch in unsrer Onkel-Oskar Familie begrüßen zu dürfen, freue mich weiterhin über Reaktionen und  über eure Besuche, hier online oder demnächst bei Onkel Oskar.
Tante Mina wird bei der Eröffnung auch am Start sein ;)

Eintrag Nr.1 - 10.04.2020

Etwas Nervosität und gleichzeitig eine große Vorfreude steigt in mir auf. Den ganzen Tag schon sitzen wir an unserer Homepage. Und jetzt schreibe ich meinen ersten Blog. So viele Gedanken schwirren mir durch den Kopf, die ich euch hier erzählen möchte. Schreiben fiel mir schon immer leicht, wenn nur die vielen Rechtschreibfehler nicht immer wären. Die haben mich zu Schulzeiten meist die Hälfte der Punkte gekostet. Naja egal, wie heißt es so oft, wer Fehler findet darf sie behalten. Ist ja schließlich auch in zwei Tagen Ostern ;)
Aber womit fang ich jetzt an? Soll ich euch erstmal erzählen, wer wir/ wer ich so bin? Oder meine Gedanken, wie es ist am Anfang einer Selbständigkeit zu stehen? Warum ein Café, warum in diesem Stil? Was mich sonst so bewegt?
Es muss ja auch nicht alles gleich heute erzählt werden, ich fang einfach damit an, euch mit in unser Zuhause zu nehmen.
Wir, mein Mann Moritz und ich leben hier in Liedolsheim zusammen mit unsrem Swissydog Nala und vier Katzen. Hier gibt es weder Ampeln noch Straßenbahn, dafür eine gut funktionierende Flüsterpost. Hier sind wir verwurzelt, hier haben wir unsre Familien, Freunde und Gemeinde. Mit Gastronomie hatten wir bisher noch wenig zu tun, definitiv Quereinsteiger. Aber mit Leidenschaft und Vision, offen für Neues und vielleicht auch etwas naiv. Es liegt eine spannende Zeit vor uns und ich freue mich sehr darauf euch daran Teil haben zu lassen. Hiermit verabschiede ich mich und wünsche eine gute Nacht :)